Jahreshauptversammlung 2026

Feuerwehr Voglarn würdigt zwei verdiente Männer

Alois Pangratz wurde zum Ehrenkommandanten ernannt – Anton Maroth ist nun Ehrenmitglied – Lob für die Jugendarbeit

Fürstenzell/Voglarn. Jahrelang waren sie sehr bekannte und präsente Gesichter der Feuerwehr Voglarn und aus der Feuerwehrarbeit nicht wegzudenken: Alois Pangratz und Anton Maroth. Nun treten sie in die zweite Reihe zurück. Auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Voglarn im Feuerwehrgerätehaus erhielten sie die gebührenden Ehrungen für ihre Leistungen: Alois Pangratz wurde zum Ehrenkommandanten ernannt, Anton Maroth zum Ehrenmitglied.
Kommandant Thomas Zöls führte aus, dass Alois Pangratz im Jahr 1999 zur Voglarner Wehr gekommen sei, zwölf Jahre lang 1. Kommandant war, und sechs Jahre Vorstand. In seine Amtszeit seien der Feuerwehrhausanbau, die Anschaffung des neuen Feuerwehrautos und die Organisation des 125-jährigen Jubiläums gefallen. Er sei in den letzten 25 Jahren bei ungefähr 200 Einsätzen und Übungen dabei gewesen.
Auf ähnliche Einsatzzahlen kommt Anton Maroth. Er sei 1979 in die Feuerwehr eingetreten und war insgesamt 37 Jahre Mitglied in der Vorstandschaft. 23 Jahre davon diente er als stellvertretender Kommandant und war lange Jahre Jugendwart. Seit über 30 Jahren bereite er als Übungsleiter die Löschgruppen für den Erwerb des Leistungsabzeichens vor. Insgesamt seien dies 270 Feuerwehrdienstleistende gewesen, die er unter seinen Fittichen hatte. Beide wurden darüber hinaus für 40 Jahre im aktiven Dienst geehrt.

Ehre, wem Ehre gebührt: Mit den Geehrten Alois Pangratz (3.v.li.) und Anton Maroth (4.v.li.) freuten sich (v.li.) stellvertretende Vorsitzende Manuela Pangratz, Vorsitzender Manuel Pflieger, Kommandant Thomas Zöls, stellv. Kommandantin Susanne Biebelriether und Bürgermeister Manfred Hammer.it den Geehrten Alois Pangratz (3. v.l.

Zuvor begrüßte Vorsitzender Manuel Pflieger im vollbesetzten Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses auch Bürgermeister Manfred Hammer und seine Stellvertreterin Uschi Berchtold, Ehrenvorstand Josef Huber, Ehrenkassier Franz Hager und insgesamt 71 Mitglieder. In einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Mitgliedern Alois Preiss und Josef Voggenreiter gedacht.
„Wir können auf ein relativ normales Jahr zurückblicken“, berichtete Pflieger, „was einmal mehr nicht heißt, dass wir keinen vollen Terminkalender gehabt hätten.“ Bei über 40 Terminen war der Feuerwehrverein gefordert.
Kommandant Thomas Zöls berichtete von Einsätzen bei Bränden, unter anderem einem Feldbrand in Hofmark, und technischen Dienstleistungen vor allem bei Verkehrsunfällen sowie der Beseitigung von Ölspuren und Bäumen auf der Fahrbahn.
Stark vertreten sei man bei Gemeinschaftsübungen gewesen, auch Funkübungen wurden absolviert. Am Truppführerlehrgang nahmen Josef Hager und Elina Schinhärl teil, am Maschinistenlehrgang Simon Voggenreiter, am Motorsägenlehrgang in Weihmörting Barbara Bock, Daniela Zistler, Bettina Weideneder und Manuela Pangratz, am MTA-Lehrgang Anna Reindl und Lukas Sonnleitner, am Jugendwartlehrgang Josef Hager.
Hervorragend funktioniere in Voglarn der Übergang von Kinderfeuerwehr zu Jugendfeuerwehr und weiter zur aktiven Mannschaft. „Die Kinderfeuerwehr wird von Bernhard Hain betreut und ist eine richtig verschworene Gemeinschaft“, so Zöls. In die Jugendfeuerwehr wurden aufgenommen: Maximilian Krautstorfer, Benedikt Woller und Jakob Sterner; von der Jugend wechselten in den aktiven Dienst: Lukas Sonnleitner, Julian Stößl und Stephan Kremhöller.
Die Feuerwehr Voglarn zählt 179 Mitglieder, davon 50 Aktive, 71 Passive, 37 Förderer, 15 Jugendliche und sechs Kinder. Die Feuerwehr hat elf Ehrenmitglieder.
Den Bericht für die Jugendfeuerwehr erstattete Josef Hager jun. Die 15 Mitglieder seien sehr aktiv. Beim Wissenstest gab es dreimal Gold, fünfmal Silber und siebenmal Bronze. Beim Vergleichsschießen in Mahd habe die Jugend den ersten Platz erzielt. Man habe sich zu 35 Terminen und elf Übungen getroffen. Am fleißigsten war Leon Weideneder.
Schriftführer Norbert Reindl trug den Wunsch der Vorstandschaft nach einer Satzungsänderung vor. Die Versammlung stimmte einstimmig zu, dass die Feuerwehr in Zukunft ein eingetragener Verein sei. Außerdem wurde festgelegt, wer die Wehr im Außenverhältnis vertreten darf.
Für das Berichtsjahr 2025 konnte Kassier Bernhard Greiler ein kleines Plus vermelden. Die größten Einnahmen wurden durch Christbaumversteigerung, Maifest, Sonnwendfeuer und Weinabend sowie Mitgliedsbeiträge und Spenden erzielt. Größere Ausgaben seien für Reparatur- und Wartungsarbeiten, die Anschaffung von Jugenduniformen, Rasenmäherroboter und Kehrmaschine sowie die Teilnahme an Feuerwehrfesten in der Umgebung angefallen. Auch die Anschaffung von Vereinskleidung wie T-Shirts oder Pullis schlug deutlich zu Buche. Als Kassenprüfer bescheinigten Josef Krautloher jun. und Marion Haslinger eine einwandfreie Kassenführung.
Voll des Lobes war Bürgermeister Manfred Hammer über die Voglarner Feuerwehr. „Ihr seid eine große, starke Truppe, die Marktgemeinde kann stolz auf Euch sein“, sagt er. Dass die Jugend so aktiv ist, sei eine sehr positive Entwicklung.
−hjo


Beförderungen gab es auch: Manfred Hammer gratulierte mit Kommandant Thomas Zöls (4.v.li.) und stellv. Kommandantin Susanne Biebelriether (re.) den beförderten Feuerwehrdienstleistenden (v.li. nach re.) Josef Hager jun., Stefan Faschingbauer, Manuela Pangratz, Christian Bibelriether, Sebastian Hain, Manuel Pflieger, Anna Reindl, Stephan Kremhöller, Elina Schinhärl, Tobias Silbereisen, Christina Pflieger, Barbara Bock, Fabian Voggenreiter, Florian Hager, Simon Voggenreiter, Lukas Sonnleitner, Michael Hirsch, Florian Zöls

EHRUNGEN

Dienstzeit-Jubiläen
10 Jahre Dienst: Michael Asen, Susanne Bibelriether, Sebastian Hain, Christian Loher, Manuela Pangratz, Christian Pangratz, Andrea Reindl, Daniela Zistler, Sandra Sterner, Katrin Sterner-Brunner, Simon Voggenreiter, Lydia Voggenreiter, Bettina Weideneder, Florian Zöls, Claudia Zöls, Andreas Huber, Benedikt Hain.
20 Jahre Dienst: Martin Asen, Christian Bibelriether, Johannes Dettenhammer, Josef Hager jun., Michael Hirsch, Bernhard Greiler
30 Jahre Dienst: Christian Aigner, Christian Ebner, Florian Hager, Stefan Huber, Josef Krautloher, Hans Loher, Norbert Reindl, Franz Silbereisen, Thomas Sonnleitner, Hans Stadler, Thomas Zöls, Franz Ebner jun.
40 Jahre Dienst: Johann Asen, Bernhard Hain, Anton Maroth, Alois Pangratz, Martin Schinhärl, Josef Sterner, Alois Sterner, Josef Voggenreiter, Adolf Zöls sen.

Beförderungen
Feuerwehrmann/-frau: Sebastian Bernkopf, Barbara Bock, Sebastian Bock, Daniel Brunner, Stefan Faschingbauer, Benedikt Hain, Stephan Kremhöller, Christina Pflieger, Anna Reindl, Lukas Reitmeier, Tobias Silbereisen, Lukas Sonnleitner, Fabian Voggenreiter
Oberfeuerwehrmann/-frau: Sebastian Hain, Andreas Huber, Manuela Pangratz, Manuel Pflieger, Elina Schinhärl, Simon Voggenreiter, Florian Zöls
Hauptfeuerwehrmann: Christian Bibelriether, Josef Hager jun., Michael Hirsch

Volle Leistung bei der Prüfung

Nach intensiven Vorbereitungen durch die Kommandanten Thomas Zöls und Susanne Bibelriether, unterstützt von Sepp Hager, Norbert Reindl und Toni Maroth, sind zwei Gruppen der Feuerwehr Voglarn zur Leistungsprüfung Löscheinsatz angetreten.

Unter den strengen Augen der Schiedsrichter KBM Markus Stöckl und Kommandant Uwe Vogl trat zunächst die erste Gruppe unter der Führung von Gruppenführer Manuel Pflieger (Stufe 2) mit Maschinist Florian Zöls (Stufe 4) sowie Barbara Bock und Julian Stößl (jeweils Stufe 1) an. Die Prüfung konnte mit vollem Erfolg und einer Rekordzeit absolviert werden – „so schnell war ma ja no nie“

Nach dieser erfolgreichen Vorlage war es für die zweite Gruppe fast schon Pflicht, ebenfalls schnell und erfolgreich die Leistungsprüfung durchzuführen – was für die motivierte Truppe kein Problem darstellte.

Ebenfalls unter der Führung von Gruppenführer Manuel Pflieger traten in der zweiten Gruppe an:

In Stufe 5: Sebastain Hain

In Stufe 4: Maschinist Christian Pangratz, Manuela Pangratz

In Stufe 2: Stephan Kremhöller, Christina Pflieger, Elina Schinhärl, Fabian Voggenreiter, Simon Voggenreiter

KBM Markus Stöckl konnte gleich im Anschluss die entsprechenden Abzeichen verleihen. Er gratulierte gratulierte den Feuerwehrleuten zu den guten Leistungen und freute sich besonders, daß auch wieder zwei neue Teilnehmer in Stufe 1 antraten. Er lobte die Feuerwehrler auch für die hohe Übungsbereitschaft.

Auch der Voglarner Kommandant Thomas Zöls bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und
Teilnehmern, besonders auch bei Susanne Bibelriether sowie den weiteren den Ausbildern für die
hohe Übungsbereitschaft und die sicher gut investierte Zeit.

Im Anschluß an die Leistungsprüfungen wurde noch kräftig im Feuerwehrhaus gefeiert, wo auch die Kameraden der Jägerwirther Feuerwehr dazukamen. Die Jägerwirther hatten unmittelbar vor den Voglarnern die Leistungsabzeichenabnahme. In bester und bewährter Kameradschaft hat man die erfolgreichen Prüfungen gleich gemeinsam zünftig gefeiert.

Jahreshauptversammlung 2025

Generationswechsel bei der Voglarner Wehr

Alois Pangratz und Bernhard Hain scheiden als Versitzende aus – Kommandanten in Ämtern bestätigt

Fürstenzell/Voglarn. Er war in den vergangenen Jahren das Gesicht der Feuerwehr Voglarn, zeitweise sogar Vorsitzender und 1. Kommandant in Personalunion. Nun stand Alois Pangratz bei den Neuwahlen auf der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl. Auch Stellvertreter Bernhard Hain, ebenfalls ein wichtiger Motor der Feuerwehrarbeit, verabschiedete sich aus seinem Amt. Nun rückt die Jugend an. Mit Manuel Pflieger als 1. Vorsitzendem und Manuela Pangratz (Tochter des bisherigen Vorsitzenden) als 2. Vorsitzender wurden sehr engagierte Feuerwehrmitglieder mit einem überwältigenden Stimmenergebnis mit diesen verantwortungsvollen Ämtern betraut. Keine Änderungen gab es bei der Kommandantenwahl: Thomas Zöls bleibt Kommandant, Susanne Bibelriether Stellvertreterin.
Alois Pangratz begrüßte im vollbesetzten Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses Bürgermeister Manfred Hammer und seine Stellvertreterin Uschi Berchtold, Kreisbrandmeister Markus Stöckl sowie Ehrenvorstand Josef Huber und Ehrenkassier Franz Hager. Gemeinsam gedachte man der verstorbenen Kameraden Andreas Sageder und Nikki DelVeccio.
Er könne auf ein relativ normales Jahr zurückblicken. „Was aber nicht heißt, dass nichts los gewesen ist, ganz im Gegenteil“, meinte Pangratz. An 46 Terminen war der Feuerwehrverein gefordert. Ein Fest habe herausgeragt: das 125-jährige Bestehen der Feuerwehr Jägerwirth, bei dem man Patenverein sein durfte.
Kommandant Thomas Zöls berichtete von mehreren Einsätzen bei Bränden, unter anderem in Marterberg, technischen Dienstleistungen, vor allem Unfälle, und Einsätzen bei Unwetterereignissen in Fürstenzell, Scheuereck und Voglarn. In diesem Zusammenhang wurden Feuerwehrleute mit der Bayerischen Fluthelfernadel ausgezeichnet: Christian Bibelriether, Bernhard Hain, Sebastian Hain, Andreas Huber, Josef Sterner und Fabian Voggenreiter.
Stark vertreten war man bei Gemeinschaftsübungen, auch Funkübungen wurden absolviert. Am Truppführerlehrgang nahmen Daniela Sterner, Sebastian Hain und Manuel Pflieger teil, am Maschinistenlehrgang Florian Zöls und Manuel Pflieger, am Motorsägenlehrgang in Weihmörting Barbara Bock, Daniela Sterner, Bettina Weideneder und Manuela Pangratz, am Motorsägenkurs in Bad Höhenstadt Fabian Voggenreiter und Daniel Brunner.
Hervorragend funktioniere der Übergang von Kinderfeuerwehr zu Jugendfeuerwehr und weiter zur aktiven Mannschaft. Die Kinderfeuerwehr wird zurzeit von Bernhard Hain betreut und ist eine „verschworene Gemeinschaft“, so Zöls. In die Jugendfeuerwehr wurden aufgenommen: Lukas Aigner, Leon Weideneder, Moritz Sprinzing, Philipp Sonnleitner, Laura Krautstorfer, Sophia Krautstorfer, Lena Freund, Xaver Ebner und Alina Fredl. Von der Jugendfeuerwehr wechselten in den aktiven Dienst: Barbara Bock und Tobias Silbereisen. Die Feuerwehr Voglarn zähle zurzeit 172 Mitglieder, davon 48 Aktive, 70 Passive (davon elf Ehrenmitglieder), 33 Förderer, elf Jugendliche und zehn Kinder.
Den Bericht für die Jugendfeuerwehr erstattete Josef Hager. 13 Mitglieder seien sehr aktiv. Er konnte Barbara Bock, Tobias Silbereisen und Lukas Sonnleitner zur Jugendleistungsspange gratulieren. Am Zeltlager in Büchlberg hätten sechs Jugendliche teilgenommen. Die Jugend hätte sich zu 33 Terminen und 16 Übungen getroffen. Am fleißigsten sei Lukas Sonnleitner gewesen. Im Anschluss präsentierte Hager der Versammlung eine Dia-Show.
Norbert Reindl trug sodann den Wunsch der Vorstandschaft nach einer Satzungsänderung vor. Die Passage, dass die Mitglieder aus der ehemaligen Gemeinde Voglarn kommen sollten, wird nun weiter gefasst, in dem es heißt, dass Mitglieder bevorzugt aus dem Einsatzgebiet der Feuerwehr Voglarn kommen sollten. Weiterhin sollen bei Satzungsänderungen nicht mehr 25 Prozent der Mitglieder anwesend sein müssen, sondern es wird in Zukunft eine einfache Mehrheit genügen, bei Stimmengleichheit entscheidet der 1. Vorsitzende.
Einen kleinen Gewinn konnte Kassier Bernhard Greiler vermelden. Die größten Einnahmen wurden durch die Christbaumversteigerung und die Mitgliedersammlung erzielt. Eine größere Ausgabe sei die Anschaffung der Spinde gewesen. Als Kassenprüfer bescheinigten ihm Josef Krautloher jun. und Marion Haslinger einwandfreie Kassenführung.
Die Neuwahlen zur Vorstandschaft brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender: Manuel Pflieger (bisher: Alois Pangratz), 2. Vorsitzende: Manuela Pangratz (bisher: Bernhard Hain), Kassier: Bernhard Greiler, Schriftführer: Norbert Reindl (bisher: Josef Sterner), Kinderbetreuer: Bernhard Hain, Beisitzer: Claudia Zöls, Barbara Bock, Josef Sterner; Kassenprüfer: Marion Haslinger, Josef Krautloher jun. Einstimmig wurden die Kommandanten Thomas Zöls und Susanne Bibelriether in ihren Ämtern bestätigt.
Voll des Lobes war Bürgermeister Manfred Hammer: „Ihr seid schon eine tolle Truppe, die Marktgemeinde ist stolz auf euch.“ Dass die Jugend so aktiv ist und nun auch Verantwortung an der Spitze des Vereins übernehme, sei eine sehr positive Entwicklung. Ins gleiche Horn stieß Markus Stöckl, der auch nicht mit Lob für die Leistungen der alten Vorstandschaft sparte.
Sichtlich gerührt ergriffen zum Schluss Alois Pangratz und Bernhard Hain das Wort. Ihr größter Wunsch sei es, dass die neue Vorstandschaft auch so eine tolle Unterstützung erfahre wie sie selbst. „Diese Jungen sind es wert“, waren ihre Abschiedsworte. Die Versammlung stimmte mit großem Applaus zu.

Jahreshauptversammlung 2024

Freude über viele Neuaufnahmen
Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Voglarn mit Rückblick und Finanzbericht


Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Voglarn, zu der neben Kreisbrandmeister Markus Stöckl auch Ehrenvorstand Josef Huber und Ehrenkassier Franz Hager gekommen waren. Nach der Gedenkminute für den 2023 verstorbenen Michael Hirsch sen. folgten die Tätigkeitsberichte des Vorsitzenden Alois Pangratz, Kommandant Thomas Zöls, Jugendwart Josef Hager und Kassier Bernhard Greiler.
Alois Pangratz berichtete über Vorstandschaftssitzungen, Feuerwehrfeste und interne Veranstaltungen, die kirchlichen Veranstaltungen und die Stammtische nicht zu vergessen. Seinen Schatten wirft das Jägerwirther Feuerwehrfest vom 3. bis 5. Mai voraus. Als Patenverein unterstützt die Voglarner Feuerwehr vom Weißwurstverkauf bis zum Kuchenbacken.

2023: 2295 Stunden an Feuerwehrarbeit
Wie die Jahre zuvor, so war der Versammlungsraum auch 2023 oft belegt. Dass der Raum nicht nur als reiner Schulungsraum der Feuerwehr Voglarn genutzt wird, zeigt die Nutzung von ortsansässigen Firmen für Schulungen oder die eine oder andere private Veranstaltung. Auch von Nachbarvereinen wie beispielsweise Jagdgenossenschaften wurden einige Veranstaltungen abgehalten. Nachdem der Maibaum im letzten Jahr von Familie Bock gespendet wurde, kommt er 2024 von der Schreinerei Bernhard Huber.
Pangratz sei sehr froh, dass sich jedes Jahr ein neuer Spender findet. Die Feuerwehr Voglarn kann beachtliche Mitgliederzahlen aufweisen. So hatte die Feuerwehr zum Jahreswechsel 167 Mitglieder,
davon 45 Aktive, sieben bzw. zwölf Personen in der Jugend- bzw. Kinderfeuerwehr sowie 103 passive oder fördernde Personen. Insgesamt wurden 2295 Stunden an „Feuerwehrarbeit“ geleistet, ob bei Einsätzen, Übungen, Jugend, Pflege der Außenanlagen oder Küchen- und Reinigungsarbeiten.
Kommandant Thomas Zöls berichtete über ein Jahr voller Einsätze, Übungen und Lehrgänge. 23 Einsätze, vom „Ast auf Fahrbahn“ über die technische Hilfeleistung und Brände bis hin zur Personenrettung war viel zu tun. Überschattet wurde das Jahr mit der Rettung eines aktiven Mitglieds aus hochkritischer Lage mit einem glücklichen Ausgang. Nach der Corona-Pause konnten wieder zwei Gruppen das Leistungsabzeichen erfolgreich absolvieren. Übungen wurden auch zusammen mit Nachbarfeuerwehren durchgeführt, als Höhepunkt galt die Herbstübung bei der Familie Voggenreiter in Hieblmühle. Rund 100 aktive Kameraden der umliegenden Feuerwehren waren gefordert, von Personenrettung bis Brandbekämpfung war alles dabei.
Jugendwart Josef Hager freute sich über sieben Kameraden bei der Jugendfeuerwehr, die neben zahlreichen Jugendübungen, Jugendleistungsabzeichen und Wissenstest auch bei fast allen weiteren Veranstaltungen mit sehr großem Eifer dabei ist. Für Barbara Bock als eifrigste Teilnehmerin an 35 Terminen gab es aus diesem Anlass auch ein kleines Geschenk. Seinen Jahresüberblick schloss er mit einer Präsentation der schönsten, emotionalsten und mitreißenden Momente des vergangenen Jahres ab.

Vier neue Mitglieder in aktiver Mannschaft
In die aktive Mannschaft wurden Sebastian Bernkopf, Daniel Brunner, Stefan Faschingbauer und Lukas Reitmeier aufgenommen. Auch vier Förderer wurden aufgenommen, dies waren Florian Seitz, Cindy Simet, Dominik Treipl und Paul Weinberger. In die Jugendfeuerwehr wurden Josef Krautloher jun., Maximilian Simet und Paul Silbereisen aufgenommen.
Erfreuliche Finanzen konnte Kassier Bernhard Greiler vorstellen. Trotz der sehr großen Anzahl an Veranstaltungen und Feuerwehrfesten konnte tatsächlich noch ein kleiner Gewinn verbucht werden. Als Einnahmequellen dienten neben der Christbaumversteigerung und dem Weinfest auch das Maifest sowie das Sonnwendfeuer, dessen Erlös 2023 der organisierenden Jugend zugutekam. Auch Spenden von privat oder von Firmen trugen zum Überschuss bei. Die Kassenprüfer Marion Haslinger und Josef Krautloher bestätigen eine solide Kassenführung, Kassier und die Vorstandschaft wurden einstimmig von der Versammlung entlastet.
Von der Feuerwehrführung überbrachte der Kreisbrandmeister Markus Stöckl kameradschaftliche Grüße und bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehrführung. Respekt und Anerkennung zollte er für die im Jahr 2023 angefallenen Einsätze und Übungen, Lehrgänge und Ausbildungen. Die Wehr habe wirklich Beachtliches geleistet. Auch dem KBM ist der Einsatz der Personenrettung im Kieswerk Zöls sehr unter die Haut gegangen. Ein schönes Gefühl ist dann ein glücklicher Ausgang bei so einem Einsatz, meinte er.

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Stimmung pur beim Patenbitten

Beim 125-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Jägerwirth wird Voglarn Patenverein

21.11.2023 | Stand 20.11.2023, 21:54 Uhr

Die Voglarner Feuerwehr mit (v.li.) Kathrin Sterner, Bernhard Hain, Alois Pangratz, Manuela Pangratz und Kommandant Thomas Zöls entsprach den Bitten der Jägerwirther, beim Jubiläumsfest als Patenverein zur Verfügung zu stehen. − Foto: Jäger

Voglarn/Jägerwirth. Die Dörfer Jägerwirth und Voglarn liegen nicht einmal zwei Kilometer auseinander. Die Bewohner sind gut befreundet oder sogar verwandt. Sie treffen sich oft und gern, ob beim Kirchgang in Jägerwirth, als Mitglieder in verschiedenen Jägerwirther Vereinen und als Spieler in den Mannschaften der DJK Jägerwirth. Meistens also im etwas größeren Jägerwirth. Aber Voglarn hat sich seinen Charakter als eigenständiges, lebendiges Dorf bewahrt, auch wenn es seit Mitte der 80er Jahr kein Wirtshaus als Dorfmittelpunkt mehr hat. Auch, weil es eine sehr aktive Feuerwehr hat, 13 Jahre vor der Jägerwirther gegründet. Mit einem geräumigen Feuerwehrhaus, das nicht nur die Heimat der örtlichen Feuerwehr ist, sondern in dem das ganze Dorf zu Festen zusammenkommt und Dorfgemeinschaft gepflegt wird. Auch die Jägerwirther Feuerwehr kommt den Einladungen aus Voglarn immer gerne nach. Vor ein paar Tagen hatte sie aber selbst in Voglarn um einen Termin angefragt – bei der dortigen Feuerwehr.
Der Grund war: Es galt die Voglarner Feuerwehr zu überzeugen, die Patenschaft beim 125-jährigen Gründungsfest der Jägerwirther Feuerwehr von 3. bis 5. Mai zu übernehmen. Mit Freibier und Schweinebraten im Gepäck machte sich die Wehr deshalb auf den Weg hinunter zum Voglarner Feuerwehrhaus. Angeführt von der „Unteriglbacher Ziachmusi“ wurde der Jägerwirther Festzug mit Vorstandschaft, Festdamen und aktiven Feuerwehrleuten bereits von einem Spalier Voglarner Feuerwehrleute vor dem Feuerwehrhaus erwartet. Vorstand Alois Pangratz hieß die Nachbarfeuerwehr herzlich willkommen, ehe die Vorstände Konrad Sedlmayr und Sigrid Gotzler ihr Anliegen im vollbesetzten Aufenthaltsraum vortrugen.

Fünf Prüfungen waren zu bestehen

Dem Brauch des Patenbittens folgend ließ Pangratz die Bittsteller vor einer Zusage aber noch zappeln. Mit seiner launigen Antwort, dass es – bei aller Freundschaft zwischen den beiden Wehren – angesichts der Größe dieses Festes nicht verkehrt sein könnte, die Verantwortlichen im Festausschuss auf Herz und Nieren zu prüfen, war der Weg für die Eignungsprüfungen bereitet. Assistiert von zweitem Vorstand Bernhard Hain und den beiden Festdamen Manuela Pangratz und Kathrin Sterner führte Pangratz durch den Prüfmarathon.
Fünf Prüfungen hatten die Voglarner vorbereitet, mit steigendem Schwierigkeitsgrad. Unter vier Biermarken diejenige erkennen, die auf dem Jägerwirther Fest ausgeschenkt werden wird, war ein einfacher Einstieg. Einen Blumenstrauß innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu binden, der der Jägerwirther Fahnenmutter Bettina Huber gefallen musste, schien dann schon schwieriger zu sein. Allerdings lösten Konrad Sedlmayr und Festausschussvorsitzender Hans Spieleder diese Aufgabe zur Verblüffung aller so hervorragend, dass ihnen von Pangratz unter großem Gelächter nahegelegt wurde, eine zweite Karriere als Floristen zu starten. Die Zusammenarbeit zwischen Kommandant und Kassiererin wurde beim Verspeisen eines Drei-Gänge-Menüs auf die Probe gestellt, das Philip Rotbauer von der hinter ihm sitzenden Bettina Huber verabreicht wurde – ohne Blickkontakt. Bei Prüfung vier fühlte man sich an tanzende Derwische aus dem Orient erinnert. Der erste „Feuerwehr-Derwisch“ wickelte sich eine 30 Meter lange Feuerwehrleine um die Hüfte. Während dieser dann die Leine durch die Tanzdrehung und im Takt der Musik abwickelte, wickelte der Nächste die Leine durch Drehung in die andere Richtung wieder auf, bis alle an der Reihe waren. Die Besucher hatten einen Heidenspaß dabei. Und auch bei der Schlussprüfung, die von Alois Pangratz schon bei der Begrüßung als „sehr anspruchsvoll“ angekündigt wurde. Gemeint war natürlich das obligatorische „Scheitl-Knien“, erweitert um das „Bierbrettl-Trinken“. Sechs volle Weißbierstutzen waren auf einem Brett eingespannt. Die Teilnehmer mussten gleichzeitig trinken, ohne einen Tropfen zu verschütten. Anfängliche Abstimmungsschwierigkeiten wurden schnell behoben, so dass auch hinter diese Aufgabe ein Haken gemacht werden konnte.

Zusage unter großem Applaus

Die Frage von Pangratz an die Voglarner, ob die Jägerwirther die Prüfungen bestanden hätten und die Feuerwehr Patenverein beim Jägerwirther Fest sein wolle, war dann nur noch rhetorischer Natur. Unter großem Applaus gaben sie ihre Zusage, was nicht nur Hans Spieleder und Konrad Sedlmayr sehr freute. In ihrem Ausblick erläuterten sie, dass jede Unterstützung beim Fest gefragt sei, ob bei der Parkplatzeinweisung, beim Weißwurstverkauf oder mit Kuchenspenden. Als Dankeschön überreichten die Jägerwirther den Voglarnern zwei Kappenständer, die sie bei Feuerwehrfesten als Kappenablage benutzen können. Premiere sollen sie beim Feuerwehrfest in Jägerwirth haben.

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Großübung als Beweis: Auf Feuerwehren ist Verlass

108 Aktive rücken mit 14 Fahrzeugen aus – 1200 Meter B-Schläuche zur Löschwasser-Versorgung

19.10.2023 | Stand 19.10.2023, 4:00 Uhr

Fürstenzell/Voglarn. Von einer wahren Materialschlacht hat Kreisbrandmeister Markus Stöckl nach der Herbst-Großübung mit acht Feuerwehren am Montagabend im Anwesen Hieblmühle 2 bei Voglarn gesprochen. Um die Löschwasser-Versorgung zu dem abgelegenen Objekt sicherzustellen, war die Verlegung von 63 B-Schläuchen auf einer Länge von 1200 Metern erforderlich. „Absolut gut“, lautete das Urteil des Beobachters aus der Landkreis-Feuerwehrführung.

108 Aktive hatten eindrucksvoll bewiesen, dass auf die Feuerwehren Verlass ist. „Im Ernstfall funktioniert alles“, zeigte sich Fürstenzells Bürgermeister Manfred Hammer vor Ort überzeugt. Die „Brandleider“-Familie hat ihren Vierseithof mit Nebengebäuden nicht von ungefähr zum Proben eines Großeinsatzes zur Verfügung gestellt. Aus den Erzählungen der Vorfahren wissen Josef und Lydia Voggenreiter, dass es auf dem früheren landwirtschaftlichen Betrieb – inzwischen ein Kfz-Handel – 1930 heftig gebrannt hat. Zum Glück wurde das Szenario eines Feuers diesmal nur zu Übungszwecken angenommen. „B 3 – Brand Garage“ lautete nach den Worten von Markus Stöckl die beim Funkabruf über die Integrierte Leitstelle in Passau zunächst skizzierte Lage, die nach der Erkundung durch die Ortsfeuerwehr auf das Stichwort „B4 – Brand Stall/Scheune“ erhöht wurde. 14 Feuerwehrfahrzeuge standen am Ende in Hieblmühle, darunter die Drehleiter aus Fürstenzell.



Zunächst waren neben Voglarn nur die Wehren aus den Nachbarorten Sandbach und Jägerwirth an den Schauplatz beordert worden. Dann rückten auch die Wehren Holzkirchen, Söldenau, Rehschaln, Fürstenzell und Ortenburg nach Hieblmühle aus, um vor allem ein bekanntes Problem zu lösen – die Versorgung der Brandbekämpfer mit Löschwasser. Von Vorteil erwies sich vor allem die Ortskenntnis der Voglarner Einsatzkräfte, die über die Existenz eines Wasserreservoirs oberhalb des Hofs, im Volksmund „Beim Hiabler“, Bescheid wussten und dort sofort eine Tragkraftspritze für den Erstangriff platzierten. Indes zapften deren Kollegen über jeweils mehrere hundert Meter lange Schlauchstrecken einen Hydranten beziehungsweise den unterhalb vorbeifließenden Sandbach, auch Strenner Bach genannt, an.

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„Die Löschwasserversorgung war anfangs nicht einfach“, räumte Kreisbrandmeister Stöckl ein, der auf das kleine Wasserreservoir nahe dem Anwesen verwies: „Aber das muss man wissen.“ Als relativ schnell gemeistert lobte er die ebenfalls eingebaute fingierte Personenrettung – aus dem Grund angenommen, dass der „Brandleider“ nach eigenen Löschversuchen im verrauchten Gebäudetrakt als vermisst galt. „Das ist ein gar nicht so leichtes Objekt“, konstatierte Einsatzleiter Thomas Zöls, Kommandant der Feuerwehr Voglarn, der die Übung ebenfalls als gelungen einstufte. Ihre Freude über die starke Beteiligung brachte Gastgeberin Lydia Voggenreiter zum Ausdruck, die hinterher im einstigen Melkkammerl großzügig Verpflegung spendierte.



Selbst die Führungskräfte – darunter auch Kreisbrandmeister Robert Anzenberger – zeigten sich überrascht über die große Anzahl der Übungsteilnehmer. „Es ist wirklich ein gutes Gefühl zu sehen, wie Ihr Euch ergänzt“, sagte der Fürstenzeller Bürgermeister an die Aktiven – darunter auch viele Frauen – gewandt. Er würdigte das Freizeitopfer der ehrenamtlichen Truppe und deren Bereitschaft, Einsätze zu fahren, wenn Menschen und Sachgüter in Gefahr seien. Besonders freute sich Manfred Hammer über die vielen jungen Leute bei den Wehren, auch in den Nachbargemeinden, und kündigte eine Spende für die Nachwuchsgruppe der Voglarner an. Dem Dank schloss sich auch Kreisbrandinspektor Hans Walch an.