„Wir brauchen euch, ihr seid Lebensretter“

Drei Menschen erzählen, was ein Feuerwehr-Einsatz für sie bedeutete – Aktionswoche vom 23. September bis 1. Oktober

22.09.2023 | Stand 22.09.2023, 4:00 Uhr

  Von Sabine Kain

Viele Retter für ein Leben

Der Valentinstag 2023 wird den Einsatzkräften der Feuerwehr Voglarn wohl für immer im Gedächtnis bleiben. Nur Alois Sterner kann sich nicht an die dramatischen Ereignisse erinnern, die sich damals zugetragen haben. Er kam erst drei Tage später wieder zu Bewusstsein.

Der 60-Jährige ist schon seit 45 Jahren bei seiner Heimatwehr engagiert. Am 14. Februar um 14.37 Uhr war er der Grund, warum sie alarmiert wurde. Alois Sterner hatte an seinem Arbeitsplatz, dem örtlichen Kieswerk, einen Hinterwandinfarkt erlitten. „Da kam es auf Sekunden an“, erzählt er.

Gut sieben Monate später ist er wieder wohlauf. Zu verdanken hat er das der schnellen Hilfe vieler Menschen. „Die anwesenden Arbeitskollegen haben sofort reagiert, Hilfe angefordert und mit der lebensrettenden Reanimation begonnen. Ich wurde sieben Mal defibrilliert. Das war mehr als knapp“, fasst er die Ereignisse zusammen, wie sie ihm geschildert wurden.

Für seine Arbeitskollegen und seine Kameraden von der Wehr, darunter sein Bruder, war das „brutal“, weiß Alois Sterner. Weil er auf der Kieswaschanlage in etwa zehn bis 15 Metern Höhe zusammengebrochen war, rückte zusätzlich die Feuerwehr Fürstenzell mit ihrer Drehleiter an. Während der gesamten Rettung, bis in den Krankenwagen hinein, wurde Sterner reanimiert, auch von einer Feuerwehrkameradin, die hauptberuflich Krankenschwester ist.

Das alles erfuhr Alois Sterner erst Tage später, als er im Krankenhaus aus dem künstlichen Koma erwacht war. Dass er heute seine Geschichte erzählen kann, verdankt er einer gut funktionierenden Rettungskette. Alle behandelnden Ärzte versicherten ihm, dass er großes Glück hatte, denn nur etwa ein bis drei Prozent der Betroffenen überleben eine solche lebensbedrohliche Situation ohne Folgeschäden. Arbeitskollegen und Feuerwehrkameraden lud er Anfang Juni zu einem Fest am Feuerwehrhaus in Voglarn ein, um sich zu bedanken. Vom Catering gab es Ripperl mit Kraut und Kartoffeln, von der Familie persönliche Dankesworte für die Helfer. Sie haben nicht nur Alois Sterners Leben gerettet, sondern auch die schönen Momente, die er seither zusammen mit seiner Familie erleben durfte. „Bei meiner Wiederbelebungsfeier ist mein fünfjähriges Enkerl zu mir auf den Schoß geklettert“, erzählt der dreifache Opa. „Das hat mich sehr gerührt.“

Leistungsprüfung „Wasser“ erfolgreich abgelegt

Mit zwei Gruppen hat sich die Freiwillige Feuerwehr Voglarn zur Leistungsprüfung vorgestellt. Als Ausbilder fungierten Reindl Norbert, Maroth Anton und die Gruppenführerin Bibelriether Susanne. Die „Führungspersonen“ hatten die zwei Gruppen sehr gut zur Prüfung vorbereitet. Das Schiedsrichtertrio mit KBI Hans Walch, KBM Markus Stöckl, sowie der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen/Inn Uwe Vogl konnten sich über den sehr guten Wissensstand bzw. dem Leistungsstand der Freiwilligen Feuerwehr überzeugen. Beide Gruppen legten die Prüfung fehlerfrei und in der vorgegebenen Zeit ab. KBI, KBM, der Kommandant von Neukirchen/Inn sowie der 1.Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Voglarn Zöls Thomas gratulierten den Mannschaften zum gelungen Aufbau der Schlauchleitungen und der dazugehörigen Knoten und Stiche. Zöls Thomas bedankte sich beim Schiedsrichterteam für die Abnahme und bedankte sich zugleich bei der kompletten Mannschaft für die aufgeopferte Zeit. Von Stufe 1 bis Stufe 6 war heuer wieder alles vertreten, ein Kamerad war erst vor ein paar Wochen bei der Voglarner Wehr eingetreten und hat schon gleich das Bronze Abzeichen erstanden, einer anderer hat Stufe 5 vor 21 Jahren abgelegt und jetzt noch Stufe 6 gemacht. Die Stufe 1 Bronze hatten abgelegt: Reitmeier Lukas, Voggenreiter Fabian, Voggenreiter Simon, Pflieger Manuel, Pflieger Christina, Schinhärl Elina sowie Hain Benedikt, Stufe 3 Gold Pangratz Manuela und Zöls Florian, Stufe 4 Gold Blau Hain Sebastian und Greiler Bernhard, Stufe 5 Gold Grün Sterner Katrin und Asen Michael, Stufe 6 Bibelriether Susanne, Bibelriether Christian, Hager Josef und Dettenhammer Johannes. Im Jägerwirther Gasthaus „Kroatien“ wurde anschließend noch das „Leistungsabzeichen Wasser“ beendet.


Blockheizkraftwerk hat sich selbst entzündet

10.07.2023 | Stand 09.07.2023, 18:22 Uhr
Feuer bemerkt, weil der Strom ausfiel


Sandbach. Am Samstag gegen 21.30 Uhr ist es in der Nähe von Sandbach zu einem Brand in einem Blockheizkraftwerk gekommen. In einer Schreinerei in einer Einöde zwischen Seestetten und Jägerwirth hatte sich die Anlage wohl selbst entzündet.
Der 59-jährige Geschädigte war selbst auf den Brand aufmerksam geworden, da der Strom ausgefallen war. Schließlich stellte er fest, dass Rauch aus dem Heizraum kam. Dort war ein Stoß mit Anzündholz in Brand geraten. Das Feuer konnte der Geschädigte nahezu selbst unter Kontrolle bringen. Weiteres wurde durch den Einsatz der Feuerwehr verhindert, die in der Folge nach Glutnestern suchte und das heiße Material mit Wasser kühlte. Als Grund für das Feuer kommen entweder ein technischer Defekt oder eine Selbstentzündung aufgrund der Wärmeentwicklung infrage. Der Schaden beträgt nach Angaben der Polizei zirka 50000 Euro.

Ein Übergreifen des Feuers auf das angrenzende Gebäude wurde durch die vorhandenen Brandschutzvorrichtungen verhindert.
Aufgrund der Alarmmeldung waren die Feuerwehren Fürstenzell, Jägerwirth, Voglarn, Holzkirchen, Göbertsham, Söldenau und Neustift vor Ort.

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Gartenhaus in Vollbrand: Schuld war wohl der Rasenmähertraktor

19.04.2023 | Stand 19.04.2023, 18:03 Uhr

Ein Rasenmähertraktor hatte wohl zu brennen angefangen und dadurch das Gartenhaus in Brand gesetzt. −Foto: zema-medien-de

Rauchentwicklung in ihrem Gartenhaus in Kemating (Gemeinde Fürstenzell, Landkreis Passau) hat eine 66-Jährige am Dienstag gegen 17.15 Uhr bemerkt.

Als die Feuerwehrleute aus Voglarn, Jägerwirth und Söldenau eintrafen, stand das Gartenhaus bereits in Vollbrand. Das Feuer konnte gelöscht werden, Personen wurden nicht verletzt. Nach ersten Erkenntnissen hatte der technische Defekt eines Rasenmähertraktors zu dem Brand geführt. Der Schaden wird auf ca. 60000 Euro geschätzt.

− red

Die Jugend ist bereit für den Dienst am Nächsten

35 Feuerwehrnachwuchskräfte des KBI-Bereichs Passau Land West bestreiten modulare Truppausbildung Basismodul

04.04.2023 | Stand 03.04.2023, 21:31 Uhr
Von Markus Lindmeier


Engertsham. Die Jugend ist an der Feuerwehrarbeit interessiert und bereit, für den Dienst am Nächsten einzutreten. Dies unterstrich die gute Beteiligung an der modularen Truppausbildung Basismodul, die für den KBI Bereich Passau Land West in Engertsham durchgeführt wurde und an der 35 Feuerwehrnachwuchskräfte der Wehren Ausham, Aldersbach, Albersdorf, Vornbach, Engertsham, Fürstenzell, Ledering, Neuburg, Voglarn, Bad Höhenstadt und Neuhaus teilnahmen.


Wie im Jahr zuvor wurde ein Teil der Vorbereitung in Form eines Online-Lehrgangs durchgeführt, sodass die restlichen Stunden an zwei und nicht wie früher an drei Samstagen absolviert wurden. Die Lehrgangsleitung lag in den Händen von Kreisbrandmeister Markus Stöckl.


Theorie online, Praxis vor Ort
Bei seiner Arbeit wurde er von Kameraden der FF Engertsham sowie von Uwe Vogl, (Kommandant FF Neukirchen/Inn), Michael Oswald (stv. Kommandant der FF Walchsing), Martin Wimmer (Kommandant FF Mittich), Veronika Schurm (von der Psychosozialen Notfallversorgung für Feuerwehr-Einsatzkräfte) und Kreisbrandinspektor Hans Walch unterstützt.


Nachdem im Online-Lehrgang und bei den jeweiligen Wehren in der Praxis schon Fahrzeugkunde, (spezielle) persönliche Schutzausrüstung, Löschgeräte, Schläuche und Armaturen, Rettungsgeräte, Knoten und Stiche, Beleuchtungs- und Warngeräte, Löschwasserversorgung, Einheiten im Löscheinsatz und die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz behandelt wurden, sprachen zunächst KBI Hans Walch und KBM Markus Stöckl die Ziele der Ausbildung an und informierten über die Lehrgangsorganisation. Den Einstieg in die theoretische Ausbildung bildeten die Rechte und Pflichten eines Feuerwehrdienstleistenden sowie die Rechtsgrundlagen und Organisation der Feuerwehr. Weiter beinhaltete die Ausbildung das Thema Brennen und Löschen. Ausführlich behandelt wurde der Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gütern. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Gefahren an der Einsatzstelle und die erforderlichen Schutzmaßnahmen gelegt, die jeder Aktive für seine Person treffen muss – denn im Ernstfall steht der Selbstschutz an oberster Stelle, unüberlegtes Handeln hätte unter Umständen fatale Folgen. Weiter ging es um die Rettung von Personen und den Umgang mit Rettungsgeräten.


Der praktische Unterricht erstreckte sich auch auf die Fahrzeugkunde, wobei für diesen Zweck neben dem Löschgruppenfahrzeug HLF 20 der FF Engertsham auch die Nachbarfeuerwehren Neuburg (LF10), Rehschaln (MLF), Voglarn (TSF) und Neukirchen (TLF 3000) Einsatzfahrzeuge zur Verfügung stellten.


Der Mitticher Kommandant Martin Wimmer sprach am zweiten Tag das Verhalten bei Gefahr an. Die Gefahren der Einsatzstelle, die Hygiene im Einsatz, die ABC-Gefahrstoffe, die Absicherung des fließenden Verkehrs waren hier Gegenstand der Schulung. Hier wurden die Ausbilder durch die Führungskräfte der FF Engertsham unterstützt. Bestens bewährt hat sich auch das Thema „Psychosoziale Notfallversorgung für Einsatzkräfte“. Veronika Schurm hatte sich mit diesem noch neuen aber doch sehr wichtigen Thema unter der Überschrift „Hilfe, wenn die Seele brennt“ befasst.


„Bei den vielfältigen Aufgaben, die auf die Feuerwehren zukommen, ist es notwendig, sich ein fundiertes Grundwissen anzueignen“, erklärte KBM Stöckl. Diese Ausbildung sei die Basis für eine Weiterbildung und weiterführende Lehrgänge. Die modulare Truppausbildung gliedert sich in drei Teile. So wurde mit dem Basismodul der Grundstein für die Feuerwehrarbeit gelegt. Der Ausbildungsleiter und Kreisbrandmeister unterstrich den Stellenwert der Ausbildung am Standort, die einerseits die Kommandanten der einzelnen Wehren entlaste, andererseits geringe Kosten für die Kommunen darstellten. „Mit der Grundausbildung habt ihr euch das Wissen angeeignet, um in den jeweiligen Wehren tätig zu werden und Menschen helfen zu können“, sagte Stöckl. „Schnelle und fachgerechte Hilfe wird von uns erwartet.“


Wichtig sei aber auch, dass die ausgebildeten Nachwuchskräfte ihrer Feuerwehr treu bleiben, ergänzte er, dankte allen Lehrherren und sprach auch die Kameradschaft bei den Feuerwehren an: Ein Begriff, wie er sagte, der in keiner Dienstvorschrift und keinem Merkblatt vorkommt, „aber dennoch die wichtigste Grundlage für eine gut funktionierende Feuerwehr darstellt“.


KBI Hans Walch unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit und Bedeutung dieser modularen Truppausbildung. „Ein Menschenleben zu retten verursacht ein unbeschreibliches Glücksgefühl“, sagte er und wies auf weiterführende Standortlehrgänge und Schulungen hin, wobei er den Appell an die jungen Kräfte richtete, dass sie weiterhin die Übungen und Ausbildungsveranstaltungen besuchen möchten.


Im Rahmen der Standortausbildung fand bei der Feuerwehr Engertsham innerhalb der modularen Truppausbildung der Lehrgang Basismodul statt. Insgesamt waren es 35 Teilnehmer aus elf Feuerwehren, die hier den ersten Teil der „FeuerwehrGrundausbildung“ machten. Sehr vielfältig und umfangreich ist heute das Einsatzspektrum bei der Feuerwehr. Dieser Tatsache wurde auch beim Lehrgang entsprechend Rechnung getragen.

Ohne Engagementgeht es nicht
Fürstenzells Bürgermeister Manfred Hammer bekräftigte dies ebenfalls, da die kommunale Pflichtaufgabe nur mit großem freiwilligem Engagement erfüllt werden könne. Die Kommunen geben viel Geld für Fahrzeuge und Geräte aus – das wäre aber alles nichts wert, wenn es nicht Leute gäbe, die hier tatkräftig zupacken. Nach den durchgeführten Ausbildungssamstagen konnten die Feuerwehrnachwuchskräfte aus der Hand von Kreisbrandinspektor Hans Walch, Kreisbrandmeister, Lehrgangsleiter Markus Stöckl und Bürgermeister Manfred Hammer als Lohn ihre Lehrgangsbestätigung bzw. ihr Dienstbuch mit dem Eintrag über die erfolgreiche Lehrgangsteilnahme in Empfang nehmen.

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Weiterbildung und Kameradschaft werden großgeschrieben

Feuerwehr Voglarn zieht Bilanz bei Jahreshauptversammlung – KBI: „Die Wehr hat Herausragendes geleistet“

27.03.2023 | Stand 26.03.2023, 21:48 Uhr

Fürstenzell. Der Jahresrückblick machte deutlich, dass die Zahl an Terminen und Veranstaltungen wieder auf hohem Niveau lag. Das bilanzierte der Vorstandsvorsitzende der
Feuerwehr Voglarn Alois Pangratz bei der Jahreshauptversammlung im Veranstaltungsraum der Feuerwehr.

Mit einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Kameraden gedacht. 2022 waren dies Herbert Pflieger aus Kronöd, 2021 Fritz Greiler aus Kemating (zuletzt Ortenburg) und
Hans Stadler sen. aus Voglarn, 2020 Albert Zöls aus Voglarn.

„Jeder Jugendliche wird in der Feuerwehr gebraucht“

Für kirchliche Veranstaltungen habe man 110 Stunden aufgewandt, berichtete der Vorsitzende, für Vorbereitungen, Reinigungsarbeiten für Festivitäten 200 Stunden. Die
Feuerwehrhauspflege samt Pflege der Außenanlagen bedurfte 50 Stunden, der Aufbau des feuerwehreigenen Zelts bei Veranstaltungen 30 Stunden.

Kommandant Thomas Zöls konnte über ein sehr ereignisreiches Jahr berichten, unter anderem über zahlreiche Übungen, drei THL-Einsätze, einen Brandeinsatz und zwei
Funkübungen. In Stunden waren dies 57 Einsatzstunden, 820 Stunden für Übungen, Wartung, Besprechung und mehr. So konnten Vorstand und Kommandant gemeinsam
über rund 1600 geleistete Arbeitsstunden berichten.

In die aktive Mannschaft konnte der Kommandant aus der Jugendfeuerwehr Fabian Voggenreiter, Elina Schinhärl und Christina Pflieger aufnehmen. Jeder Jugendliche werde in
der Feuerwehr gebraucht und sollte auch Mitglied bei der Feuerwehr Voglarn werden, so Thomas Zöls. Er hob hervor, wie wichtig auch eine scheinbar kleine Dorffeuerwehr
sein kann. Dies wurde erst kürzlich wieder bei einem Einsatz mit Personenrettung ersichtlich. Die „Rettungskette“ habe bei diesem Einsatz vorbildlich funktioniert. Gerade
dieser Einsatz war für die Mannschaft eine Herausforderung, zumal es sich bei der zu bergenden Person um ein aktives Feuerwehrmitglied handelte.

Jugendwart Josef Hager stellte die wichtigsten Stationen 2022 und die Pläne für 2023 bildlich dar. An drei Jugendübungen, zwei Funkübungen und an der UVV-Schulung
beteiligte sich die Jugendgruppe, auch an vielen anderen Übungen und Terminen der aktiven Mannschaft wurde teilgenommen. Das Zeltlager in Neustift bei Ortenburg werde
wegen des Unwetters unvergessen bleiben. Insgesamt wurden 320 Stunden Jugendarbeit geleistet. Ein kleines Präsent für die Teilnahme an jedem Termin und an jeder
Veranstaltung erhielt Tobias Silbereisen.

Der Kassenbericht wurde stellvertretend vom Schriftführer Josef Sterner vorgetragen, nachdem Bettina Weideneder nicht teilnehmen konnte. Die Ein- und Ausgaben waren im
Jahr 2022 sehr ausgeglichen, obwohl die Haupteinnahmequelle, die Christbaumversteigerung, coronabedingt nicht abgehalten werden durfte. Aus den Rücklagen wurden die
bereits über längere Zeit geplante Windschutzverglasung und ein Sektionaltor für den Anbau „Zeltanhänger“ bezahlt. So entstand aus einer offenen Überdachung ein
verschließbarer Raum, der bei den letzten Veranstaltungen bereits als Spielhalle für die Kinder und Jugendlichen genutzt werden konnte. Die Anschaffung einer Soundanlage
als Ergänzung zu den vorhandenen Spielmöglichkeiten war die ideale Ergänzung.

Eine sehr gut geführte Kasse wurde von den Kassenprüfern Marion Haslinger und Josef Krautloher bestätigt. Die Kassiererin und Vorstandschaft wurden entlastet. Besonderer
Dank ging an Bettina Weideneder, die nach vier Jahren ihr Amt als Kassier niederlegte. Als neuer Kassier wurde Bernhard Greiler gewählt.

Kreisbrandinspektor Hans Walch überreichte mit Kommandant Thomas Zöls und Vorstand Alois Pangratz das Ehrenzeichen für 25-jährige aktive Dienstzeit an Christian Ebner,
Ludwig Schacherbauer, Thomas Sonnleitner und Florian Hager.

Bernhard Greiler als neuer Kassier gewählt

KBI Walch erklärte, dass jede Feuerwehr ihre Berechtigung habe, egal ob groß oder klein. Voglarn hat einige Einsätze, es werden Übungen abgehalten und die Kameradschaft
großgeschrieben. Übungen und Lehrgänge werden von der Voglarner Feuerwehr sehr gut angenommen, so der KBI. Dass diese Weiterbildung auch wichtig ist, zeigen neue
Fahrzeugantriebe wie beispielsweise E-Autos. Besonders hervorgehoben wurde vom KBI das Engagement des Jugendwarts. Egal, ob Zeltlager oder Wissenstest, auf Josef Hager
könne man sich verlassen.

Ende des Jahres geht die Amtszeit von KBI Hans Walch zu Ende. Er bedankte sich für die schöne Zeit mit der Feuerwehr Voglarn. Die Wehr habe Herausragendes geleistet, wie
man auch am Beispiel des Anbaus mit Versammlungsraum sehen kann. Die Feuerwehrführung bedankte sich ebenfalls für die jahrelange hervorragende Zusammenarbeit.

Es wurde dem Jugendwart Josef Hager gedankt, Stefan Huber für die Zeltverwaltung, dem Zeugwart Andreas Huber, den Fahnenjunkern Florian Zöls und Christian Pangratz,
dem Schriftführer und Hausmeister Josef Sterner, den freiwilligen Helferinnen um Annemarie Sterner für Bewirtungs- und Reinigungstätigkeiten und Josef Krautloher für die
mittlerweile schon traditionsgemäße Stiftung eines Schweins und dessen mundgerechte Zubereitung durch Hubert Asen.
Ein besonderer Dank ging an Bernhard Hain in der Funktion als 2. Vorstand, der sich in allen Bereichen stets engagiert habe und für den der Kinder- und Jugendbereich sehr
wichtig sei.

− red

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Friedenslicht in Voglarn

In Schärding hat dieses Jahr eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Voglarn das Friedenslicht abgeholt. Jugendwart Josef Hager und Kommandant Thomas Zöls fuhren zusammen mit den Jugendfeuerwehrlern Tobias Silbereisen und Anna Reindl in die Grenzstadt und holten das Friedenslicht nach Voglarn. Anschließend wurde, wie bereits im Vorjahr, auch in diesem Jahr das Friedenslicht am hl. Abend zwischen 13:00 und 15:00 Uhr im Feuerwehrhaus Voglarn an die Bevölkerung weitergegeben. Viele Familien aus und um Voglarn nutzten die Gelegenheit und verbanden die Lichtübergabe mit einem kleinen Spaziergang und einem kleinen gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrhaus, nachdem dies im Vorjahr aufgrund der Corona-Situation noch eingeschränkt war. Vor allem für die Kinder war das eine schöne Gelegenheit, bei gemeinsamen Spielen die Wartezeit auf die Bescherung etwas zu verkürzen. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist schon fest eingeplant.

Im Bild von links: Jugendwart Josef Hager mit den Jugendfeuerwehrlern Tobias Silbereisen, Anna Reindl. Nicht im Bild: Kommandant Thomas Zöls

Für Feuerwehrler steht das Wir über dem Ich

Respekt von Landrat Kneidinger für 25 beziehungsweise 40 Jahre aktiven Dienst im Ehrenamt – Drei Sonderauszeichnungen

Fürstenzell. Als „Helden des Alltags“ sieht Raimund Kneidinger die Aktiven der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Passau. Bei der Verleihung der staatlichen Ehrenzeichen für 25 beziehungsweise 40 Dienstjahre als Aktive im Ehrenamt verwies der Landrat auf die spürbare Überzeugung der ausgezeichneten Feuerwehrkräfte, „das Wir ist wichtiger als das Ich.“ Die Vorbildrolle der langjährigen Aktiv-Posten in den Wehren hob Kreisbrandrat Josef Ascher hervor. „Wir sind stolz auf euch“, bekundete Fürstenzells Bürgermeister Manfred Hammer.

Als würdigen Rahmen für den Festakt hatten die Verantwortlichen den Festsaal des ehemaligen Klosters Fürstenzell auserwählt, wo die Trachtenkapelle Fürstenzell unter Leitung von Gerhard Edlbauer für die Uniformträger aus der Blaulichtfamilie aufspielten und am Ende die Bayernhymne anstimmten. Für die Überlassung der besonderen Räumlichkeiten richtete Bürgermeister Hammer ein Dankeschön an die Hausherrin und Miteigentümerin der Klosteranlage, Gudrun Seegerer, die „Feuer und Flamme“ für alle möglichen Veranstaltungen in diesem einzigartigen Ambiente sei, wo inzwischen auch Hochzeiten abgehalten würden.

Als „Freudentag für die Gesellschaft, das Gemeinwohl und die Bürger“ wertete das Marktoberhaupt den Anlass der Ehrung vieler Feuerwehrleute – verbunden mit der Freude, „dass es euch gibt“. Diese öffentliche Würdigung des Einsatzes erachtete Hammer als sehr wichtig, denn die zu Ehrenden seien Vorbilder, um andere für das Engagement in der Feuerwehr zu motivieren. Gerade bei Naturkatastrophen in der jüngsten Vergangenheit habe es sich bewährt, dass es in der Marktgemeinde gleich acht Feuerwehren gibt.

Von einem „Festtag für Fürstenzell“ sprach Landrat Kneidinger. Er verwies auf die Änderungen im Feuerwehrwesen mit einer Verfünffachung der technischen Hilfeleistungen gegenüber den Brandeinsätzen, wodurch deutlich werde: „Unsere Feuerwehren werden immer mehr zu Alleskönnern in einer immer komplizierteren Welt.“ Er fügte voller Respekt hinzu: „Und das im Ehrenamt.“ Dieses Engagement gehe sogar soweit, dass es Existenzen schütze, ja Leib und Leben bewahre. Ehrenamt rettet und löscht nach Kneidingers Worten, es betreut zudem die Jugend, schafft Vorbilder im Sport und in der Kultur, pflegt Traditionen und schafft immer wieder Neues.

„Das Ehrenamt ist der Motor unserer Gesellschaft“, unterstrich der Landrat. Es sei keine Momentaufnahme, keine Aktion für den Augenblick, sondern eine Lebenseinstellung – „und eine Lebensaufgabe“. Mit den von Innenminister Joachim Hermann verliehenen staatlichen Ehrenkreuzen werde das Freizeitopfer der Feuerwehr-Aktiven sowohl für die Vorbereitung auf Einsätze als auch für die Einsätze selbst gewürdigt, stellte Kneidinger fest, der sich auch an alle anwesenden Lebenspartnerinnen und -partner der ausgezeichneten Personen wandte, deren Verständnis er dankbar anerkannte. „So ist es auch ihre Medaille, die heute verliehen wird“, sagte der Landrat.

Namens des Feuerwehrbands auf Landkreis-, Bezirks- und Landesebene machte Kreisbrandrat Ascher auf drei zusätzliche Ehrungen für besondere Verdienste innerhalb der Feuerwehr Kleingern aufmerksam. Karl-Heinz Stockinger bekam die Ehrenmedaille in Silber des Kreisfeuerwehrverbands Passau ausgehändigt, Alois Holzhammer das Ehrenkreuz in Silber des Bezirksfeuerwehrverbands und Kurt Eglseder das Ehrenkreuz in Silber des Landesfeuerwehrverbands.

Es sei heute nicht mehr selbstverständlich, freiwillig Dienst zu leisten in der Freizeit, betonte Ascher. Doch es sei immer wieder ein gutes Gefühl nach Einsätzen, „weil wir Menschen in Notlagen helfen konnten“. Die jeweiligen Kommandanten stellten vor der Verleihung der Ehrenkreuze die Ausgezeichneten vor. Dabei wiederholten sich immer wieder Aussagen wie: „Er ist ein Feuerwehrmann, auf den wir uns zu hundert Prozent verlassen können“ oder „bei ihm gibt es nie ein Nein“.

DIE GEEHRTEN

Feuerwehr Fürstenzell: Edi Murmann und Mario Weiß (beide 25 aktive Dienstjahre), Josef Allmannsberger, Christian Gerhartinger und Franz Loher (alle 40 aktive Dienstjahre).
Feuerwehr Ausham: Johann Brummer, David Hanuss, Andreas Schneidhuber und Franz Butzenberger (25 Jahre), Georg Sonnleitner (40 Jahre).
Feuerwehr Jägerwirth: Andreas Bogner, Sigrid Gotzler, Bettina Huber, Christian Leitl und Johann Spieleder (25 Jahre), Werner Danninger, Johann Gabriel und Alfons Sonnleitner (40 Jahre).
Feuerwehr Rehschaln: Silke Strohmaier und Florian Wenzl (25 Jahre), Josef Allmannsberger und Alois Jodlbauer (40 Jahre).
Feuerwehr Kleingern: Florian Gottinger und Jürgen Spieleder (25 Jahre), Gerhard Gruber, Reinhold Gruber und Josef Kapsner (40 Jahre).
Feuerwehr Voglarn: Christian Ebner, Bernhard Greiler, Florian Hager, Josef Krautloher, Thomas Sonnleitner, Hans Stadler, Thomas Zöls, Franz Silbereisen und Ludwig Schacherbauer (25 Jahre), Johann Asen, Bernhard Hain, Anton Maroth, Alois Sterner, Adolf Zöls, Josef Voggenreiter und Alois Wimmer (40 Jahre).

PNP, Bernhard Brunner

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

Liebe Mitglieder, liebe Gönner der Freiwilligen Feuerwehr Voglarn,

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.“

(„Arthur Schopenhauer“)

Ein Virus verändert die (Feuerwehr-) Welt.

Das Jahr 2021 geht in wenigen Tagen zu Ende und immer noch hat die Pandemie um das Corona Virus SARS-CoV-2 Deutschland, Europa und die ganze Welt fest im Griff. Zu Beginn des Jahres 2020 hätte noch niemand geahnt, welche massiven Einschnitte und Veränderungen „Corona“ mit sich bringt und der ganzen Bevölkerung abverlangen wird.

Da die Feuerwehren zu den systemrelevanten Einrichtungen zählen, ist auch die freiwillige Feuerwehr Voglarn bemüht den „Dienstbetrieb“ aufrechtzuerhalten. Zahlreiche Veranstaltungen, Hauptversammlungen usw. mussten verschoben oder komplett abgesagt werden, um die Einsatzfähigkeit nicht zu gefährden. Gerade durch die vielen Einschränkungen der sozialen Kontakte kam für ein weiteres Jahr der wesentliche Bestandteil der Feuerwehr Voglarn zu kurz – die Kameradschaft.

Wann wir wieder zur Normalität zurückkehren können steht leider noch in den Sternen. Deshalb ist es für uns Alle auch enorm schwierig für das kommende Jahr zu planen. Dennoch hoffen wir, dass 2022 so bald wie möglich wieder Übungen und Veranstaltungen durchgeführt werden können. Einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2021 findet Ihr auf dem Beiblatt.

Auch die jährliche Haussammlung kann wegen der Pandemie nicht persönlich stattfinden. Wenn Sie uns helfen wollen, dann Spenden Sie entweder mit dem beigefügtem Überweisungsträger oder direkt online auf das Konto der VR Bank Vilshofen, IBAN: DE75 7406 2490 0007 6031 85, Verwendungszweck: Spende 2021. Selbstverständlich stellen wir Ihnen hierzu auf Wunsch eine Spendenquittung aus (Kurze Info an: kassier@ff-voglarn.de). Ihre Spende hilft den freiwilligen Helfern und natürlich dem ganzen Verein.

Wir danken allen Freunden, Gönnern und Fördermitgliedern für die Unterstützung unserer Feuerwehr und wünschen ein friedvolles Weihnachtsfest, alles Gute im neuen Jahr und vor allem Gesundheit!!!

Mit freundlichen Grüßen

Die Vorstandschaft